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Emotionen:

Emotionen begleiten uns ständig – doch sie können uns nicht nur leiten, sondern auch blockieren, besonders dann, wenn wir sie nicht verstehen oder verdrängen. Jede Emotion hat eine Aufgabe, aber bleibt sie ungelöst oder übernimmt sie die Kontrolle, kann sie uns von unserer Bestimmung entfernen.

Angst ist eine der stärksten blockierenden Emotionen. Sie will uns schützen, hält uns aber oft davon ab, Risiken einzugehen oder unserem inneren Ruf zu folgen. Aus Angst vor dem Scheitern bleiben wir in sicheren, aber unerfüllenden Situationen. So wird Stillstand mit Sicherheit verwechselt.

Zweifel nagen leise an unserem Selbstvertrauen. Sie flüstern, wir seien nicht gut genug oder noch nicht bereit. Diese Emotion lähmt Entscheidungen und sorgt dafür, dass wir Chancen verpassen, obwohl wir innerlich längst spüren, welchen Weg wir gehen sollten.

Wut entsteht häufig aus Verletzung oder Ungerechtigkeit. Ungelöst richtet sie sich nach innen oder außen und raubt Energie. Statt Kraft für Veränderung zu nutzen, verlieren wir uns im Kampf gegen Vergangenes und entfernen uns von dem, was wir eigentlich erschaffen wollen.

Traurigkeit lädt zur Reflexion ein, doch wenn sie festgehalten wird, zieht sie uns in die Vergangenheit. Sie lässt uns an Verlusten hängen bleiben und macht es schwer, neue Visionen zuzulassen. Der Blick nach vorn verschwimmt.

Scham und Schuld sind besonders hemmend. Sie lassen uns glauben, wir hätten kein Recht auf Erfüllung oder Erfolg. Diese Emotionen bauen innere Mauern auf, hinter denen unsere wahren Wünsche verstummen.

Erst wenn wir Emotionen nicht mehr als Feinde sehen, sondern als Hinweise, können sie ihre blockierende Macht verlieren. Unsere Bestimmung wird nicht durch Gefühle zerstört, sondern durch den Widerstand gegen sie. Wer lernt, Emotionen anzunehmen, sie zu verstehen und durch sie hindurchzugehen, findet Klarheit – und damit den Mut, den eigenen Weg wirklich zu leben.

ASTROLOGIE und Human Design helfen, emotionale Muster zu erkennen und Entscheidungen im Einklang mit der eigenen Energie zu treffen.

Das Unterbewusstsein

Unser Unterbewusstsein spielt eine entscheidende Rolle in unserem Leben und beeinflusst tatsächlich einen großen Teil unseres Verhaltens und unserer Entscheidungen. Schätzungen zufolge wird gesagt, dass etwa 95 % unserer Gedanken, Gefühle und Handlungen aus dem Unterbewusstsein stammen. Hier sind einige wichtige Punkte, um zu verstehen, wie das Unterbewusstsein funktioniert und welchen Einfluss es auf uns hat:

-viele unserer täglichen Entscheidungen und Handlungen werden vom Unterbewusstsein gesteuert. Dazu gehören Gewohnheiten, Routinen und Reaktionen, die wir nicht aktiv bewusst wahrnehmen.

-tief verwurzelte Glaubenssätze und Überzeugungen, die oft in der Kindheit gebildet wurden, können unser Selbstbild, unsere Beziehungen im Leben stark beeinflussen.

-Emotionale Reaktionen, sind oft durch unterbewusste Prozesse geprägt. Wir reagieren manchmal auf bestimmte Situationen oder Menschen basierend auf unbewussten Erfahrungen aus der Vergangenheit.

-unerledigte Konflikte oder traumatische Erlebnisse werden häufig im Unterbewusstsein gespeichert. Sie können unser Verhalten und unser Wohlbefinden im Erwachsenen-Alter beeinflussen, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind.

DIE MUTTERWUNDE

Sie entsteht, wenn grundlegende Bedürfnisse eines Kindes – etwa nach Sicherheit, Liebe, Bestätigung oder Autonomie – von der Mutter nicht ausreichend erfüllt wurden. Das heißt nicht, dass die Mutter „schuld“ ist. Oft gibt sie nur weiter, was sie selbst erfahren hat.

Typische Ursachen
  • emotionale Distanz oder Überforderung der Mutter
  • starke Kritik, Kontrolle oder hohe Erwartungen
  • Vernachlässigung (emotional oder physisch)
  • Umkehr der Rollen (Kind muss „für die Mutter da sein“)
  • unverarbeitete Traumata der Mutter

Mögliche Auswirkungen im Erwachsenenalter

  • Schwierigkeiten mit Selbstwert und Selbstfürsorge
  • Angst vor Ablehnung oder Verlassenwerden
  • Perfektionismus oder People-Pleasing
  • Probleme mit Nähe, Grenzen oder Weiblichkeit/Mütterlichkeit
  • innere Leere oder das Gefühl, „nicht genug“ zu sein

Heilung der Mutterwunde

Heilung bedeutet nicht, die Mutter zu ändern, sondern:

  • die eigene Geschichte bewusst anzuerkennen
  • Gefühle wie Trauer, Wut oder Schmerz zuzulassen
  • innere-Kind-Arbeit
  • Grenzen setzen (innerlich und äußerlich)
  • neue, nährende Beziehungen aufbauen
  • ggf. therapeutische Begleitung

Inneres Kind

Das innere Kind ist kein echtes Kind in dir, sondern ein psychologisches Bild für den Teil deiner Persönlichkeit,
der frühe Erfahrungen, Gefühle und Prägungen aus der Kindheit gespeichert hat.

Kurz gesagt:
👉 Es ist der Teil in dir, der fühlt, bevor er denkt.

Was gehört zum inneren Kind?

  • alte Gefühle wie Angst, Freude, Scham, Wut, Traurigkeit
  • frühe Glaubenssätze wie
    „Ich bin nicht genug“, „Ich werde verlassen“, „Ich darf keine Fehler machen“
  • aber auch Leichtigkeit, Neugier, Kreativität und Spielfreude

Es gibt also nicht nur ein „verletztes“ inneres Kind,
sondern auch ein lebendiges, starkes und fröhliches inneres Kind

Warum meldet sich das innere Kind im Erwachsenenalter?

Weil alte Gefühle oft nicht logisch, sondern emotional gespeichert sind.
Zum Beispiel:

  • Du reagierst sehr stark auf Kritik
  • Du hast Angst vor Zurückweisung
  • Du fühlst dich schnell „zu viel“ oder „nicht wichtig“

Dann spricht oft nicht der erwachsene Teil in dir –
sondern ein jüngerer Anteil, der früher etwas vermisst oder gelernt hat.

Innere-Kind-Arbeit bedeutet:

  • alte Gefühle ernst zu nehmen, statt sie wegzudrücken
  • dir heute selbst das zu geben, was früher gefehlt hat
    (Sicherheit, Trost, Anerkennung, Grenzen)
  • innerlich vom „Ich bin hilflos“ zu „Ich bin da für mich“ zu wachsen

Ganz wichtig

Innere-Kind-Arbeit heißt nicht,
Eltern zu beschuldigen oder in der Vergangenheit stecken zu bleiben.
Sondern zu verstehen:

„Das habe ich damals gebraucht – und ich darf es mir heute geben.“




Vaterwunde

Die Vaterwunde entsteht dort, wo Führung, Schutz oder Anerkennung gefehlt haben – oder wo sie an Bedingungen geknüpft waren. Der Vater steht innerlich oft für Richtung, Grenze und Vertrauen in die eigene Kraft. Bleibt diese Energie verletzt, wächst in uns ein leiser Zweifel: Reiche ich? Darf ich meinen Platz einnehmen?

Viele Menschen mit einer Vaterwunde kämpfen mit Autorität – im Außen wie im Inneren. Entweder passen sie sich übermäßig an, um gesehen zu werden, oder sie lehnen Führung ab und wollen alles allein tragen. Leistung wird dann zum Ersatz für Anerkennung, Stärke zur Maske für Unsicherheit. Besonders Männer und Frauen suchen unbewusst im Leben das bestätigende „Ja“, das einst gefehlt hat.

Die Vaterwunde zeigt sich auch in der Angst, Entscheidungen zu treffen. Ohne inneren Rückhalt fehlt das Gefühl von Richtung. Ziele werden begonnen, aber nicht zu Ende geführt, oder man folgt fremden Erwartungen statt der eigenen Wahrheit. Der innere Kompass scheint zu wackeln.

Heilung beginnt dort, wo wir aufhören, den Vater im Außen zu suchen. Wenn wir lernen, uns selbst Halt zu geben, Grenzen zu setzen und uns innerlich zu bestätigen, entsteht eine neue Ordnung. Die innere Vaterkraft wächst – ruhig, klar und verlässlich. Aus der Wunde wird Stärke, aus dem Mangel Selbstvertrauen. Und mit diesem Vertrauen wird es möglich, den eigenen Weg bewusst und aufrecht zu gehen.